Zeitumstellung: Baby auf den Wechsel vorbereiten

9 Tipps, wie du dein Kind bei der Umstellung auf Winter- bzw. Sommerzeit unterstützen kannst

Zwei Mal im Jahr ist es soweit: Die Uhr wird umgestellt! Für viele ist die zeitliche Verschiebung eine Herausforderung – besonders für die Kleinsten.

Hier erfährst du, warum dein kleiner Schatz schlechter schläft oder müde ist. Und was du tun kannst, um die Zeitumstellung deinem Baby zu erleichtern.

Victoria Kinga Lamprecht
Babyschlafberaterin und Gründerin von Kingababy®

Zeitumstellung Baby-Schlaf | Kingababy

Wer hat an der Uhr gedreht?

Ende Oktober wird die Uhr von Sommerzeit auf Winterzeit um eine Stunde zurückgestellt. Die Nacht wird also eine Stunde länger. Morgens wird es früher hell und dafür ist es abends früher dunkel.
Neigt sich der März dem Ende zu, erleben wir das umgekehrte Spiel: Von Winterzeit wird auf Sommerzeit gewechselt. Wir stellen die Uhr eine Stunde vor und müssen dementsprechend 60 Minuten früher aus dem Bett. Dafür bleibt es dann abends länger hell.

Update zur Abschaffung der Zeitumstellung

Die Stimmen zur Abschaffung des Wechsels sind laut. Und eigentlich sollte die Zeitumstellung bereits 2021 abgeschafft werden. Aber dazu hätten sich alle EU-Länder zwischen Sommerzeit und Winterzeit entscheiden müssen. Die Deadline dafür verstrich ohne finale Entscheidung. Und so drehen wir weiterhin fleißig zwei Mal im Jahr an der Uhr.

Wie wirkt sich die Zeitumstellung auf Babys / Kleinkinder aus?

Schlafprobleme nach Zeitumstellung? Baby schläft nicht?

Kleine Kinder haben mit der Zeitumstellung und der damit einhergehenden zeitlichen Verschiebung von Tagesabläufen oft zu kämpfen. Ihr Schlaf-Wach-Rhythmus ist empfindlicher gegenüber Veränderungen dieser Art als bei uns Erwachsenen. Ihr Rhythmus gerät leicht durcheinander. Dadurch wacht dein kleiner Schatz früh auf, schläft schlechter ein oder hat Schwierigkeiten, durchzuschlafen.

Schlafprobleme bei Säuglingen nach der Zeitumstellung

Der Tag-Nacht-Rhythmus der Kleinsten hat sich in den ersten Lebensmonaten noch nicht richtig eingespielt. Daher haben insbesondere Säuglinge und kleine Kinder Schwierigkeiten mit der Zeitumstellung. Denn bei ihnen kann es schnell zu Übermüdung und damit zu schwerem Einschlafen, Unruhe und häufigem Wachwerden kommen.

Schlafprobleme bei älteren Babys nach der Zeitumstellung

Auch ältere Babys können Schlafprobleme durch die zeitliche Verschiebung entwickeln. Möglicherweise hat sich ihr Schlaf-Rhythmus gerade erst etabliert und gerät durch Änderungen leicht ins Schwanken.

Umstellung auf Winterzeit: Herausforderungen für Babys & Kleinkinder

Nach der Zeitumstellung im Herbst wird dein Kind vor der eigentlichen Schlafenszeit müde. Viele Eltern versuchen ihren kleinen Schatz länger wach halten, um sie an die Umstellung zu gewöhnen. Doch das birgt die Gefahr, dass dein Kind übermüdet. Besser ist es, die Bettgehzeit in kleinen Schritten anzupassen, mehr dazu später und auf Müdigkeitsanzeichen zu achten.
Wenn dein Baby eh schon ein kleiner Frühaufsteher ist, so wird es mit Umstellung der Uhr jetzt noch früher wach.

Umstellung auf Sommerzeit: Herausforderungen für Babys & Kleinkinder

Die Umstellung auf die Sommerzeit im März ist weniger problematisch. Das frühe Aufwachen bei manchen Babys löst sich wie von selbst auf, da die Uhr eine Stunde später anzeigt. Aber das Zubettgehen wird zur Herausforderung, wenn das Kleine zur üblichen Schlafenszeit noch nicht müde ist und sich das Zubettbringen in die Länge zieht.

Wie gewöhne ich mein Baby an die Zeitumstellung?

9 Tipps: Zeitumstellung mit Baby / Kleinkind meistern

Um Schlafdefizite, schlechte Laune und Übermüdung vorzubeugen hat Schlafexpertin Victoria von Kingababy neun erprobte Tipps für dich:

  1. Lichtverhältnisse: Lasse morgens viel Licht in das Kinderzimmer und dunkle es abends gut ab. (Der Wechsel zwischen Helligkeit in den Wachphasen und Dunkelheit beim Schlaf reguliert den Tag-Nacht-Rhythmus, den sogenannten zirkadianen Rhythmus.)
  2. Frische Luft: Lasse deine Kinder viel an der frischen Luft spielen. 
  3. Bewegung: Generell macht Bewegung bzw. viel Aktivität tagsüber müde.
  4. Ruhe am Abend: Allerdings solltest du deinem kleinen Schatz abends noch genug Zeit geben, um sich von dem aufregenden Tag zu beruhigen.
  5. Bettgehroutine: Sorge für eine entspannende Bettgehroutine. Aufregende Gute-Nacht-Geschichten und generell Aufregungen solltest du vor dem Zubettgehen vermeiden.
  6. Kleine Schritte: Bereite deinen Schatz schrittweise auf die Umstellung vor, indem du die Schlafzeiten im Vorhinein um immer zehn Minuten weiter nach hinten bzw. vorne verschiebst. Das kannst Du entweder eine Woche im Vorhinein starten oder auch erst mit der Zeitumstellung.
  7. Bei Umstellung auf Winterzeit: Erlaube deinem Kind ruhig, ein bisschen länger aufzubleiben als üblich. (Aber bitte versuche nicht, es krampfhaft wach zu halten.)
  8. Bei Umstellung auf Sommerzeit: Lass deinen kleinen Liebling morgens nicht länger schlafen. Dann ist es abends müde genug, dass es nach der “alten Uhrzeit” ein wenig früher ins Bett gehen kann.
  9. Tagesablauf: Behalte trotz allem euren normalen Tagesablauf bei – inklusive gewohnter Bettgehrituale.

Wie lange brauchen kleine Kinder, um sich an die neue Uhrzeit zu gewöhnen?

Wie bei vielem gilt auch hier: Jedes Baby und Kleinkind ist anders. Die einen brauchen wenige Tage, bei anderen kann es ein paar Wochen brauchen.

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