Einschlafritual: Baby bis Kleinkind

Die 6 besten Abendrituale & exklusiver Einblick in unsere persönliche Routine

Der Schlaf deines Babys ist für seine Entwicklung sehr wichtig. Das Einschlafen funktioniert jedoch bei unseren Kleinsten meist noch nicht so leicht wie bei älteren Kindern und Erwachsenen. Aber Du kannst eine Menge tun, um dein Baby dabei zu unterstützen und so für erholsame Nächte für die ganze Familie zu sorgen. Erfahre hier mehr zum Thema Einschlafritual: Baby – Kleinkind!

Was Einschlafrituale sind, warum sie wichtig sind und ab wann du diese einführen kannst, erfährst du in diesem Blogbeitrag. Außerdem stelle ich dir meine liebsten Abendrituale vor und gebe dir einen exklusiven Einblick in unsere Routine.

  1. Was sind Einschlafrituale?
  2. Wann sollte ich mit der Einschlafroutine beginnen?
  3. Was ist der beste Zeitpunkt für die Abendroutine?
  4. Wichtiges vorab: die perfekte Schlafumgebung
  5. Die 6 schönsten Einschlafrituale
  6. So hältst du Abendrituale auch unterwegs ein
  7. Exklusiver Einblick in unsere Einschlafroutine
Einschlafritual: Baby - Kleinkind | Kingababy

Was sind Einschlafrituale?

Rituale sind ein großer und wichtiger Teil der Kingababy Schlafphilosophie. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere, fühlen uns wohl, wenn wir wissen, was uns erwartet und haben alle unsere bestimmten Rituale: morgens, mittags & abends. Häufig auch unbewusst. Genauso wie die meisten Erwachsenen brauchen Babys Routinen. Um eine Routine für den Schlaf zu schaffen, sind Abendrituale eine tolle Möglichkeit.

Wann sollte ich mit der Einschlafroutine beginnen?

Abendrituale helfen deinem Baby, den Tag mit all seinen Eindrücken und Aktionen abzuschliessen und ruhig zu werden. Sie sind wunderbar dafür geeignet, dein Baby auf das Schlafengehen vorzubereiten. Rituale sind wiederkehrende Abläufe, die dauerhaft in den Alltag integriert werden. Untersuchungen zeigen, dass bereits unsere Kleinsten gleich ablaufende Handlungen erkennen.

Bettgehrituale können schon ab dem zweiten Lebensmonat in den Alltag integriert werden.

Ausgiebiges Kuscheln, Baden oder die allabendliche Gute-Nacht-Geschichte – Einschlafrituale sind so individuell wie die Babys selbst. Nimm dir Zeit für eine entspannte Abendroutine mit deinem Baby, dann werdet ihr es beide mehr genießen können. Außerdem kommt dein Kleines besser zur Ruhe, wenn du auch Ruhe ausstrahlen kannst.

Was ist der beste Zeitpunkt für die Abendroutine?

Keine Sorge, ein Bettgehritual muss nicht kompliziert und lang sein. Für die Einschlafroutine am Tag reichen oft 5-10 Minuten, abends darf sie etwas länger sein, zwischen 20-30 Minuten je nach Umfang.

Achte darauf, dass dein Kleines abends nicht übermüdet und beginne daher früh genug mit der Bettgehroutine.

Wichtiges vorab: die perfekte Schlafumgebung

Tagsüber entdeckt dein Baby ganz viel Neues und Aufregendes. Zum Runterkommen und Einschlafen braucht es hingegen Ruhe und möglichst wenig Ablenkung. Schaffe daher eine entspannte Schlafumgebung. Das Zimmer, in dem dein Baby schläft, sollte reizarm, eher kühl und abgedunkelt sein.

Die 6 schönsten Einschlafrituale

Licht aus – Augen schließen – Schlaf schön. So schnell und einfach funktioniert das Einschlafen bei Babys meist nicht. Daher teile ich jetzt meine 6 schönsten Bettgehrituale mit dir:

Abendritual Neugeborenes | Kingababy

Abendritual Kleinkind | Kingababy

Für die Kleinsten: Abendritual Neugeborenes

  • Babymassage: Babys lieben Berührungen und Massagen genauso sehr, wie wir Erwachsene. Eine Babymassage kann daher ein wunderschöner Tagesausklang sein. Wichtig ist, dass deine Hände warm sind und ihr euch in einem angenehm warmen Raum befindet. Babys lieben Hautkontakt und können sich so wunderbar entspannen.
  • Pucken: Neugeborene schrecken oft mit den Armen in die Höhe und reißen sich unwillkürlich aus dem Schlaf. Das liegt an dem sogenannten Moro-Reflex. Was dagegen helfen kann, ist das Pucken. Das ist eine spezielle Wickeltechnik, die deinem kleinen Baby an die Enge in deinem Bauch erinnert und helfen kann, zur Ruhe zu finden und besser zu schlafen. Bitte pucke Dein Kleines nicht mehr, wenn es sich alleine drehen kann. Hier findest Du weitere Informationen zum Pucken!
  • Beruhigende Geräusche: Meeresrauschen, Waldgeräusche oder wehender Wind: Babys mögen konstante Geräusche, die sie beruhigen und an das monotone Rauschen im Mutterleib erinnern. Dabei können Soundmaschinen helfen, die als Einschlafhilfe genau solch ein konstantes Geräusch produzieren. Warum ich die Soundmaschine liebe, kannst du in diesem Artikel nachlesen.

Für ältere Babys und Kinder: Abendritual Kleinkind

  • Mini-Spa: Ein entspanntes, warmes Bad am Abend bringt aufgedrehte Babys zur Ruh. Aber Achtung: Es gibt auch kleine Energiebündel, die nach einem Bad so richtig aufdrehen.
  • Gute-Nacht-Geschichten: Sie sind ein wunderbares Abendritual. Du kannst wählen zwischen einer geschriebenen Geschichte aus einem Kinderbuch oder du lässt dir selbst eine schöne Geschichte für den Ausklang des Tages einfallen. Gute-Nacht-Geschichten können lustig, spannend, aber auch abenteuerlich sein. Ein weiterer Vorteil ist, dass Kinder, denen oft vorgelesen wird, über einen größeren Wortschatz. Eine Alternative zum klassischen Vorlesen können selbstgemachte Fotobücher  z.B. mit Bildern der Familie sein. Gemeinsam könnt ihr so die schönsten Erlebnisse und Geschichten noch einmal Revue passieren lassen.
  • Der Tagesrückblick: Was ist heute alles passiert? Was war schön? Was hat Spaß gemacht? Was war vielleicht nicht so toll? So ein gemeinsamer Rückblick des Tages hilft den Kleinen auch dabei, die Erlebnisse des Tages zu verarbeiten und den Tag abzuschließen.

So hältst du Abendrituale auch unterwegs ein

Wenn sich dein Baby an ein wiederkehrendes Bettgehritual und eine bestimmte Schlafumgebung gewöhnt hat, solltest du versuchen, diese so gut wie möglich in ähnlicher Weise auch unterwegs anzuwenden.

Wenn ihr im Urlaub seid oder dein Baby mal bei Oma und Opa schlafen darf, dann pack die Soundmaschine oder das Lieblings-Gute-Nacht-Buch am besten gleich mit in die Wickeltasche.

Wie bereits ganz am Anfang beschrieben, vermitteln unseren Kleinen Routinen Sicherheit und Vorhersehbarkeit. Sobald sich an der gewohnten Routine etwas verändert, wird es dein Baby merken und womöglich mit einem anfänglichen Protest reagieren. Umso älter dein Baby wird, desto einfacher wird es, die allabendliche Routine früher oder später auch in einem veränderten Ambiente umzusetzen.

Exklusiver Einblick in unsere Einschlafroutine

Mein Sohn ist jetzt 16 Monate alt. Unsere Abendroutine startet so gegen 19:45 Uhr. Ich habe dann immer schon seine Milchflasche vorbereitet, wasche ihn, ziehe ihm den Schlafanzug an und wir verabschieden und von seinen Schwestern und Papa.

Dann gehen wir in sein Zimmer, dunkeln es ab und lassen die Tür noch einen Spalt offen. Ich ziehe ihm seinen Schlafsack an und mache die Soundmaschine an. Meist ist er dann schon unruhig und will trinken, er kennt seine Routine in und auswendig. Dann setze ich mich also auf einen Sessel und gebe ihm seine Milchflasche. Während er die Flasche trinkt, halte ich ihn im Arm, kuschle und küsse ihn, sodass er zur Ruhe findet.

Wenn er fertig ist, gebe ich ihm seinen Schnuller, halte ihn noch weiter im Arm und gehe ein bisschen in seinem Zimmer auf und ab. Er ist dann meist schon sehr müde und legt seinen Kopf auf meine Schulter ab. Er schläft dann noch nicht ein, wird aber sehr schläfrig und sobald sein Bäuerchen raus ist, lege ich ihn in sein Bett ab. Dann streichle ich ihn nochmal und verabschiede mich, gehe raus und schließe die Tür. Manchmal brabbelt er noch ein bisschen vor sich hin aber meistens schläft er dann auch schon schnell ein.

Das liegt vor allem daran, wie lang seine letzte Wachphase war. Wenn sein Mittagsschlaf zu lang ging, ist er um 20:15 Uhr (meist komme ich dann aus seinem Zimmer raus) noch nicht müde. Hier erfährst Du, wie lange das letzte Schläfchen gehen sollte, wenn die Bettgehzeit gegen 20 Uhr sein soll.

Weitere Einblicke in unsere Routinen und die verschiedenen Phasen des Babyschlafs je nach Alter findest du in meinen beiden INSIGHTS-Kursen:

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