Schlafregression bei Babys

„Er schlief wunderbar, aber plötzlich wacht er jede Stunde auf. Er schläft jetzt schlechter als er ein Neugeborenes war.“ Oh, diese Sätze höre ich so oft, wenn ich mit Eltern spreche, die unter Schlafentzug leiden: „Es fing alles mit etwa drei bis vier Monaten an. Ich weiß nicht, was ich tun soll.“

Eine Schlafregression verändert den Schlaf deines Babys
4. Monat
8. – 10. Monat
12. Monat
18. & 24. Monat

Eine Schlafregression verändert den Schlaf deines Babys

Die obigen Sätze stammen meist von Eltern, deren Kinder die erste Schlafregression durchmachen. Es gibt insgesamt fünf in den ersten zwei Lebensjahren. Eine Schlafregression macht sich dadurch bemerkbar, dass Dein Baby plötzlich schwerer einschläft, kurz schläft oder nachts häufiger wach wird. Keine Sorge, eine Regression ist ein ganz natürlicher Entwicklungsschritt und auch wenn es als “Schlafrückgang” übersetzt wird, ist es eigentlich ein Fortschritt in der Gesamtentwicklung deines Babys. 

Schlafregressionen treten in den folgenden Altersphasen auf: 4. Monat, 8.-10. Monat, um den 12. Monat und 24. Monat. Jede Schlafregression hat unterschiedliche Gründe und erfordert andere Unterstützung für dein Baby.

Um den 4. Lebensmonat erleben unsere Kleinen ihre erste von fünf Schlafregressionen. Die sogenannte „4-Monats-Regression“ führt dazu, dass sich das Neugeborenen-Schlafmuster verändert. Bis zum vierten Monat ist der Schlaf der Kleinen nämlich vor allem durch den Wechsel zwischen ruhigen und aktiven Schlaf gekennzeichnet. Um den 4. Lebensmonat verändert sich dieses Schlafmuster. 

In der ersten Regression um den vierten Lebensmonat entwickeln sich diese kindlichen Schlafmuster zu Schlafzyklen. Ein Schlafzyklus dauert etwa 60 bis 120 Minuten. Am Ende eines jeden Zyklus gibt es ein kleines „Aufwachen“. Ja, das heißt jeder Mensch – Du und ich „wachen“ ebenfalls fünf bis acht Mal pro Nacht auf. Das ist vollkommen normal. Unser Körper überprüft, ob alles gut ist. Allerdings schlafen wir wieder so schnell ein, dass wir am nächsten Tag gar nicht mehr wissen, dass wir kurz wach waren.

Auch unsere Babys überprüfen, ob alles gut ist. Dabei gelingt ihnen nicht immer, den Übergang von einem Schlafzyklus zum nächsten alleine zu schaffen. Dadurch kommt es bei vielen Babys zu Schlafproblemen wie kurzer Tagschlaf und häufiges, nächtliches Aufwachen.

Ja, Schlaf verschlechtert sich oft während der Regression, aber das heißt nicht, dass man nichts dagegen tun kann. Wenn ihr gerade diese intensive Phase durchlebt: Ihr macht nichts falsch. Selbst die besten Schläfer können in dieser Zeit Probleme haben.

Hier erfährst du mehr über die jeweiligen Schlafregressionen:

4. Monat:

Die erste Schlafregression macht sich oft bemerkbar, indem die Kleinen nachts plötzlich häufiger wach werden und den Übergang von einem zum nächsten Schlafzyklus nicht schaffen. Mehr erfährst du in meinem Blogartikel “Die 4 Monats Schlafregression”.

8.-10. Monat:

In diesem Alter entwickeln die Kleinen enorm motorische Fähigkeiten wie robben oder krabbeln. Die Welt erscheint für sie in einem neuen Blickwinkel. Auch psychisch geschieht viel in den Köpfen der Kleinen. Diese psychischen und physischen Lernprozesse wirken sich auch auf den Schlaf aus, all das neu Erlernte muss zum Beispiel plötzlich nachts geübt werden. Unruhige Nächte sind nicht unüblich in dem Alter.

12. Monat:

Um den ersten Geburtstag können einige Babys bereits laufen, andere fangen damit gerade an. Auch dieser große Entwicklungsschritt kann im Zuge der 12 Monats Regression dazu führen, dass die Tagschläfchen und der Nachtschlaf unruhiger werden. Oft vermuten Eltern, dass ihre Babys in diesem Alter daher auch lieber zu nur einem Tagschlaf wechseln sollten. Davon rate ich allerdings ab, da es in der Regel noch zu früh ist, wenn die Kleinen mit einem Jahr nur noch einen Mittagsschlaf machen.

18. & 24. Monat:

Sowohl um den 18. als auch um den zweiten Geburtstag herum können Eltern noch eine herausfordernde Zeit mit dem Schlaf der Kleinen erleben. Denn die Kinder werden immer aufmerksamer und alles erscheint spannender als zu schlafen. Zudem entwickeln die Kleinen ihren eigenen Willen, mit dem sie auch ihre Meinung zum “langweiligen Schlafen” kund tun können.