Willkommen Sommer! Meine besten Schlaftipps für die Urlaubszeit mit kleinen Kindern.

Als wir das erste Mal mit unserer ersten Tochter in den Flieger gestiegen sind, waren wir ein bisschen nervös und unsicher, wie das Verreisen mit der Kleinen wird. Was sicher ist, Urlaub mit Baby ist eine ganz andere Nummer als ohne. Anstrengender (Schreiattacken im Flugzeug!), planungsintensiver aber auch herzerwärmender. Die Erinnerung an unser strahlendes Baby am Sandstrand gehört zu der schönsten.

Vorbereitungen für den Flug

Unser längster Flug mit Kind(ern) dauerte vier Stunden. Aber auch bei einem vergleichbar kurzen Flug lohnt es sich, im Voraus zu planen:

  • Wenn du packst, frag dich: Brauche ich wirklich jede Rassel, jedes Spielzeug, jeden Snack? Die meisten Eltern machen sich allein deshalb schon unnötigen Stress, weil sie zuviel Handgepäck mit an Bord nehmen. Es lohnt sich wirklich zu hinterfragen, was man alles braucht. Und wenn du feststellst: Ja, wir brauchen das alles für den Urlaub, warum nicht etwas mehr Gepäck hinzubuchen? So kannst du alles entspannt mitnehmen, hast aber wenig Packerei im Flieger (Die Landung kommt ja doch immer schneller als man denkt) und kannst die Sachen viel entspannter am Gepäckband abholen.
  • Vielen Eltern ist es unangenehm, wenn ihr Baby im Flieger weint. Versteh ich. Man kann – damit man sich etwas besser fühlt und guten Willen zeigt – theoretisch Ohropax für die umsitzenden Gäste mitbringen. Was aber auch stimmt: Ein Flieger ist ein öffentliches Verkehrsmittel. Du hast für dieses Ticket genauso gezahlt wie der Businessmann vor dir oder das Rentnerpaar drei Reihen weiter. Man darf sich vor Augen halten, dass es normal ist, wenn ein Baby in einer ungewohnten Umgebung auch unruhig ist. Wer sich als Gast daran stört, dass ein Baby weint, hat einfach eben Pech. Es beschwert sich ja auch keiner über den ziemlich laut schnarchenden Mann. Und den gibt es auch in jedem Flieger! Dein Baby darf auch hier es selbst sein. Atme durch!
  • In den ersten Reihen und hinter Trennwänden gibt es Wannen für Babys. Wenn Dein Kleines diese als Bettchenersatz akzeptiert, kann der Flug wirklich entspannt werden. Frag am besten beim Einsteigen, ob Wannen verfügbar sind (Nicht jeder Flugzeugtyp hat welche)
  • Im Flugzeug gibt es so viel spannendes zu sehen: Wolken, Bildschirme, Stewardessen, … da fällt es schwer, einzuschlafen. Eine dünne Decke hilft vor allzu neugierigen Blicken beim Stillen und Deinem Baby, um zur Ruhe zu kommen.
  • Wenn wir einen Urlaub buchen, achten wir darauf, dass die Flugzeiten zu den Schlafenszeiten unserer Kleinen passen. Entweder so, dass sie sicher wach und gut drauf sein werden – das geht vor allem bei kurzen Flügen – oder aber wir gucken nach Nachtflügen. Nachts ist es im Flugzeug dunkler, ruhiger und das Fluggeräusch beruhigt zudem viele Babys.
  • Wenn Dein Baby Fläschchen trinkt, kannst Du zu Hause schon alles vorbereiten. Gib das Milchpulver in die Flasche und lasse es im Flieger mit Wasser auffüllen. Die trockene Kabinenluft im Flieger macht durstig, denk daher an viel Flüssigkeit!
  • Babys können noch keinen Druckausgleich, manchmal weinen sie deshalb bei der Landung. Eine HNO Ärztin hat mir mal gesagt: Nasentropfen auf eine Serviette tropfen und in die Ohren stecken. Was in der Nase funktioniert, funktioniert auch in den Ohren. Pack also auf jeden Fall Otriven ein. Reguläres Nasenspray (bzw. Tropfen) gibt es aber auch in jedem Flieger. Frag einfach die Flugbegleiter danach.
  • Ich vermute, dass die Hälfte der im Flugzeug schreienden Babys aus Erschöpfung weinen. Kleine Babys werden häufig viel zu lange wach gehalten, dabei brauchen die Kleinsten in den ersten Lebensmonaten etwa alle anderthalb Stunden ein Nickerchen. Wie die Müdigkeitsanzeichen Deines Neugeborenen aussehen, wie Du darauf reagieren und von Beginn an gute Schlafgewohnheiten etablieren kannst – das und noch viel mehr lernst Du in meinem LaLeLu Babyschlaf Online Kurs.

Starte mit einem entspannten Kind

Sommerzeit = Urlaubszeit = Familienzeit. Was gibt es schöneres? Nur eine Sorge kann das Urlaubsglück etwas mindern: der fehlende Schlaf! Zu Hause ist alles eingependelt: Dein Baby kennt die Routine und sein Bettchen. Und im Urlaub? Ist alles anders. Das muss aber nicht heißen, dass Urlaub eine schlaflose Zeit werden muss.

  1. Wichtig ist, dass ihr den Urlaub nicht mit einem übermüdeten Baby beginnt. Ich weiß, die Tage vorher sind ziemlich voll, es muss gepackt, letzte Besorgungen erledigt werden und das kollidiert dann auch mal mit Babys Schlafenszeiten. Achte trotzdem so gut es geht darauf, dass Dein Kleines genug Schlaf bekommt – ein übermüdetes Baby ist ein ziemlicher Garant für einen anstrengenden Start in den Urlaub.
  2. Manche Babys können sich schnell an eine neue Umgebung anpassen, anderen fällt das schwer und sie kommen mit Veränderungen ihrer Routine nicht gut zurecht. Besonders für diese Kleinen ist es hilfreich, wenn Du schon einige Tage vor dem Urlaub beginnst, einmal am Tag dort zu schlafen, wo es auch im Urlaub schlafen wird. Wenn Dein Baby sich so schon vor dem Urlaub an das Reisebettchen gewöhnt, wird es leichter für jeden vor Ort.
  3. Wenn Du möchtest, dass Dein Kleines im Urlaub gut schläft, plant Ausflüge und Aktivitäten um die Schlafenszeiten herum. Natürlich geht das nicht immer, „go with the flow“ aber achte darauf, dass die anderen Schläfchen erholsam sind. Babys sind unterschiedlich, einige brauchen ihre gewohnte Umgebung und das Bettchen, um zur Ruhe zu kommen. Andere sind sehr anpassungsfähig und schlafen einfach überall!

Angekommen im Urlaubsparadies

Wenn Dein Kleines zuhause gut in seinem eigenen Zimmer schläft, kann es sehr helfen, wenn es auch im Urlaub sein eigenes Reich hat. Bei AirBnB sind kleine 2 Zimmer Wohnungen günstig zu buchen. Im Hotel muss es nicht gleich die PräsidentenSuite sein, aber ein separates Wohnzimmer kann schon sehr helfen. Natürlich ist das nicht immer möglich.

Sonst kann entweder das Badezimmer als Babys Schlafzimmer verzaubern (sofern dort die Luft nicht steht) oder Du baust eine Abtrennung im Hotelzimmer, indem Du z.B. ein großes Tuch von der Decke runter oder über etwas drüber hängst. Werdet kreativ und zaubert ein kleines abgetrenntes Reich fürs Baby. Achte dabei aber immer darauf, dass Dein Kleines die Tücher nicht runterziehen kann – safety first!

Es macht Sinn, die gewohnte Schlafumgebung und Schlafroutine so gut es geht auch am Ferienort beizubehalten. Bring dazu das liebste Kuscheltier Deines Babys mit, denk an mehrere Schnuller, den Schlaf- oder den Pucksack und sogar das eigene Bettlacken kann helfen (es riecht nämlich so schön nach zu Hause!). Vor allem im Sommer und in südlichen Ländern können portable Verdunklungsvorhänge helfen, wenn die Sonne früh aufsteigt, mittags ballert und abends spät untergeht.

Manchmal ist einfach alles anders

Als wir noch kinderlos waren, haben wir im Urlaub immer so viel wie möglich erleben wollen – das war dann nicht unbedingt erholsam aber spannend und genau richtig in dieser Lebensphase. Mit kleinen Kindern können vollgepackte Urlaubstage leider zu Dramen ausarten, wenn die Kleinen übermüdet und knatschig sind. Daher lasst Euch Zeit im Urlaub mit Baby und kalkuliert Pausen ein.

Schläft Dein Kleines noch mehr als einmal am Tag? Dann versuch, dass der erste Schlaf am Vormittag im Babybettchen ist. Genießt die kleine Auszeit am Vormittag, plant den Tag und lass Euer Kleines im Schlaf nochmal Kraft tanken – Reisen kann ganz schön erschöpfend sein. Wenn der Tag schon mit einem guten Schlaf beginnt, können die anderen Schläfchen im Auto, im Arm oder im Kinderwagen sein.

Wenn Du meinen LaLeLu Babyschlaf Online Kurs gemacht hast, kannst Du alles, was Du dort gelernt hast auch im Urlaub anwenden. Vergiss nicht, Balance ist wichtig – und Dein kleines Baby kann natürlich auch ein Nickerchen am Tag in Deinem Arm schlafen ohne den Nachtschlaf zu gefährden.

 

Das Wichtigste: Entspannt Euch im Urlaub, habt Spaß und genießt die Familienzeit!

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Hör auch in meine Podcastfolge zum Babyschlaf im Urlaub rein und erfahre,

auf was du bei Reisen mit Baby und Kind besonders achten solltest!